KI-gestützte Erkennung der Tibialis-posterior-Sehnendysfunktion im Sprunggelenk-MRT. Beurteilung von Sehnendegeneration, Rissen und assoziierter Plattfußdeformität. 4 KI-Modelle bewerten Sehnenmorphologie und Integrität des Lig. calcaneonaviculare.
Die Dysfunktion der Tibialis-posterior-Sehne (PTTD) ist die häufigste Ursache der erworbenen Plattfußdeformität im Erwachsenenalter. Die Tibialis-posterior-Sehne stützt das mediale Längsgewölbe und kontrolliert die Rückfußinversion beim Gehen. Degeneriert die Sehne, verlängert sie sich zunehmend und verliert ihren mechanischen Vorteil, was zu einem Gewölbekollaps und Rückfußvalgus führt. Die PTTD wird in die Stadien I bis IV eingeteilt: Stadium I zeigt Tendinopathie bei normalem Fußgewölbe, Stadium II eine flexible Plattfußdeformität, Stadium III eine rigide Deformität mit Subtalararthritis, und Stadium IV zusätzlich eine Sprunggelenksvalgusneigung. MRT ist unerlässlich für die Beurteilung der Sehnenintegrität, das Staging und die Bewertung eines begleitenden Ligamentum-calcaneonaviculare-Schadens. Unser KI-Konsortium analysiert Sehnenform, peritendinöse Veränderungen und Rückfußausrichtung in mehreren Sequenzen.
Axiale PD-FS auf Höhe des medialen Malleolus ist die primäre Sequenz. PTTD Grad I zeigt peritedinöse Flüssigkeit und Sehnenscheidendistension mit intakten Fasern bis zum Doppelten des FDL-Durchmessers. Grad II zeigt longitudinale intratendinöse Risse, fokale Sehnenverdünnung oder heterogenes T2-Signal mit Elongation und progressivem Plattfuß auf Belastungsröntgen. Grad III zeigt vollständige Ruptur mit flüssigkeitsgefüllter Lücke. Koronale STIR-Bilder beurteilen die Lig.-calcaneonaviculare-Integrität.
KI-Modelle quantifizieren die PTT-Querschnittsfläche, Längsrisslänge und das Lig.-calcaneonaviculare-Signal im MRT und ordnen die Pathologie der chirurgisch verwendeten Johnson-Strom-Klassifikation zu. Stadium I (Tendovaginitis, intakte Sehne) wird mit Debridement behandelt; Stadium II (elongierte, ausgedünnte Sehne mit flexibler Deformität) erfordert FDL-Transfer und Kalkaneusosteotomie; Stadium III (rigider Plattfuß mit Subtalarthrose) benötigt Tripel-Arthrodese. Die KI-Messung des Sehnen-zu-FDL-Durchmesserverhältnisses und des Lig.-calcaneonaviculare-Rissausmaßes reduziert die Inter-Leser-Variabilität und informiert, welcher Rekonstruktionseingriff die optimale Gewölbewiederherstellung erzielt.
Ja. Der mediale Sprunggelenkbereich enthält die Tom-, Dick- und Harry-Sehnen – Tibialis posterior, FDL und Flexor hallucis longus (FHL) – im Tarsaltunnel. Axiale Sequenzen trennen jede Sehne klar nach Position: PTT ist am weitesten anterior und am größten, direkt hinter dem medialen Malleolus, inserierend am Tuber naviculare. FHL liegt posterior zwischen den medialen und lateralen Talusfortsätzen – isolierte FHL-Tendovaginitis erzeugt posteriore Sprunggelenkschmerzen und Hallux-Triggering. KI-gestützte MRT-Auswertung kartiert Signal- und Kaliber-Anomalien zur spezifischen Sehne und leitet zielgerichtete Injektionen oder chirurgische Eingriffe.
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